Heute habe ich mein erstes Rennen geschafft.

Alleine, gegen den Kilometerzähler, gegen eine imaginäre Zeit, gegen und zusammen mit meinen 120 kg.

Im April habe ich mit dem Laufen begonnen, am 15.04. um genau zu sein. Mal nicht ganz 3 Kilometer so wie ich mich gut fühlte.
Mein Resultat?

 Erster Test ob der Hass aufs Laufen wirklich ist.
Ist er nicht.

29 weitere Läufe folgten. In 103 Tagen macht das jeden dritten Tag rausgehen.
2 Kilogramm kann ich sicher sagen, dass ich abgenommen habe. Aber mein Körper hat sich verändert. Seltsam, ich hätte nicht gedacht, dass Muskeln so schwer sein können. Naja, hab ja schwere Knochen, die können die gebrauchen…

So sehr verändert habe ich mich, dass ich es heute geschafft habe in nur 32 Minuten 16 Sekunden 5 Kilometer am Stück zu laufen.

Ich kann es immer noch nicht fassen.

ICH HABE ES FAST UNTER 30 MINUTEN GESCHAFFT!

Und ich weiß, wie ich es geschafft habe.

  1. Ich habe Zeit geschaffen und bekommen. Danke, mein Schatz!
  2. Zombiesrungame gab mir die ersten kleinen Motivationsschübe.
  3. Runkeeper hatte ein abwechslungsreiches und kostenloses 5K Programm, das mich sanft anleitete.
  4. Die Menschen zu sehen, die mir vorbildlich zeigen, dass es Spaß macht zu laufen: Nina, Johannes, das gilt im Besonderen euch! Danke!

Jetzt geht’s aber wieder in den “Runner 5” Mode, ich laufe gerne am Abend und da lasse ich mich am liebsten von Zombies jagen. Durch die geliebten Hügel und Wälder um mich herum.

Auch für mein nächstes Ziel: die 11,4 km durch die Weinberge beim 9. Ramsthaler Weinberg-Lauf.

 

Dinge loswerden ist ja aus Prinzip gut.
Dinge anhäufen ist nur was für Leute mit riesig großen Dachböden.

Wenn es so weiter geht, brauche ich bald einen Dachböden nur für T-Shirts. Von jeder Veranstaltung bringe ich bald eines mit (ich strenge mich an darauf zu verzichten, aber ich komme mir dann immer so unhöflich vor).

Vor ein paar Jahren hatte ich einen Threadless– und Teefury-Wahn, der mich regelmäßig dazu zwang neue Shirts zu konsumieren.

Das Resultat sind 5 bis 6 Stapel.

Und leider gehen die ältesten und liebsten immer am schnellsten kaputt.

So wie heute, als ich die derben Löcher in diesem Schmuckstück entdeckte.

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Ich will gar nichts groß zum Shirt schreiben. Lost ist nicht mehr so großartig, wie’s mal war. Das Hellblau aber immer noch.

Ich werde aber fortfahren mit dem digitalen Archivieren der vielen Dinge, die ich physikalisch aus meinem Leben entfernen werde.

arne hat die Anleitung in einem Kommentar des Inspirators ben_ zusammengefasst:

1. Foto machen
2. paar Zeilen dazu schreiben
3. ins Blog kleben
4. Ding entsorgen
5. Erinnerung in Blog & Herz behalten

Ich präsenterie: das Dingarchiv.

Was ich mir mal für mich merken muss: wenn ich Bloggen will, dann muss ich es gleich tun.

Irgendwas im Kopf zusammenzuspinnen und nicht gleich anfangen zu schreiben geht schief.

Dann vergesse ich es.
Dann passiert nix.

Es gilt also: gleich aufschreiben.

Das selbe gilt übrigens für alle Sachen, die ich erledigt bekommen will. Schreibe ich sie nicht irgendwo hin, werden sie nie stattfinden.

Gerade habe ich mich für meinen ersten Lauf angemeldet. Kein Wettkampf, aber zum ersten Mal was offizielles.

Wahnsinn. Vor ein paar Monaten hätte ich mich noch ernsthaft dafür ausgelacht, bemitleidet und wäre kopfschüttelnd weitergelaufengekrochen.

Jetzt? Ich freue mich wie bolle und kann’s kaum erwarten heute heimzukommen und nochmal schnell vorher Auslauf zu bekommen.